Die Stunde 0

Der Antrag war da, die erste Emotionalität ist Vorfreude gewichen – was kommt jetzt? Fest steht: Ihr werdet heiraten! Mit was sollte man beginnen? Was kommt als Nächstes? Aber vor allem: Was ist überhaupt wichtig?

Wir versuchen euch mal an dieser Stelle zu helfen – oder zumindest unsere langjährigen Erfahrungen mit euch zu teilen.

Die ersten Paare sitzen bereits 2 Jahre vor ihrer Hochzeit bei uns auf der Couch, weil sie uns als Fotografen haben möchten. Ja, das ist sehr früh, kommt aber durchaus vor. Ein Großteil nimmt jedoch erst etwa 12-8 Monate vor der Hochzeit Kontakt mit uns auf. Wir sind meist der dritte große Planungspunkt. Zuvor kommen die Säulen der Hochzeit: Das Datum (oha Überraschung) und die Location.

Als allererstes entscheidet ihr, wie wichtig ein spezielles Datum oder eine bestimmte Jahreszeit für euch ist. Es gibt natürlich immer einige, die klangvolle Sommerdaten wie den 07.07. oder 08.08. wählen. Diese einprägsamen Termine sind aber natürlich immer am stärksten gefragt und es wird schwierig, wenn man einzelne Dienstleister umbedingt haben möchte – im Zweifel wird es auch immer etwas teurer. Tja, Angebot und Nachfrage.

Grundsätzlich werden Paare mittlerweile immer entspannter, was ihren Termin angeht. Vorteil dabei: flexible Planungsmöglichkeiten und mehr Auswahl. Außerdem ist die Erwartungshaltung eine andere, wenn man sich nicht auf die 40° August-Hochzeit versteift hat. Sprich: Wir haben schon oft lange Gesichter Mitte August (bei Regen um 18°) und oft glücksbeseelte Gesichter Mitte September gesehen (Herbstsonne und 23°). Grundsätzlich ist das Wetter aber nicht relevant für die Stimmung oder die Party. Im Gegenteil: Je regnerischer es draußen ist, desto ausgelassener feiert die Party-Gesellschaft.

Was wir nach hunderten von Hochzeiten auf jeden Fall festhalten können: Die schönste Hochzeit ist nicht die Summe der Teile! Die beste Location, das beste Catering oder der beste DJ machen nicht automatisch DIE beste Hochzeit. Unsere schönsten Hochzeiten hatten immer nur mit einem zu tun: Euch und euren Gästen. Wenn man merkt, wie viel Spaß alle haben, wie ehrlich und authentisch die Trauung ist, wie emotional die engsten Freunde sind, wie sehr alle Lust haben mit euch zu feiern, wie das Glück euch in’s Gesicht geschrieben steht – dann sieht man gerade das auch in den Bildern. Echte Gefühle, echte Momente, echte Menschen.

Eben das führt uns auch zum wichtigsten Punkt:
Klärt für euch, was euch wichtig ist! Aus unserer Sicht ist es der emotionale Augenblick beim Ja-Wort – egal, ob es nun eine standesamtliche, freie oder kirchliche Trauung ist. Schaut euch in die Augen, meint es ernst, genießt die Anspannung und die Freude danach. Nehmt eure Freunde und eure Familien mit bei dem Ganzen. Wie groß die Show drum herum ausfällt, liegt ganz bei euch. Besprecht, auf was ihr wirklich Wert legt — was ihr wirklich braucht. Und lasst euch nicht von guten Ratschlägen beeinflussen à la „Das macht man einfach so“ oder „den/die muss man auf jeden Fall einladen, der/die gehört doch dazu“. 
Keiner weiß am Besten, was oder wer zu euch passt, außer ihr selbst. Keine Hochzeit war jemals schlecht, weil es keine Torte um 0 Uhr gab, man nicht in einer Kutsche zur Location gefahren ist, der Brautstrauß nicht geworfen wurde oder es keine Spiele gab. Ihr macht die Regeln und nur ihr steckt den Rahmen ab. Ob es nun eine Schlosshochzeit wird oder eine Gartenparty mit den engsten Freunden — ihr entscheidet!

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